Unsere verwendeten Materialien

Loden

Das Herzstück unserer Abhaltewindeln besteht aus hochwertigem Loden aus reiner Schurwolle. Das Wort "Loden" stammt wahrscheinlich ursprünglich aus dem althochdeutschen und bedeutet soviel wie "grobes Wollzeug".

Verwendet wurde er ursprünglich zur Herstellung von Mänteln und Decken und war traditionell der widerstandsfähige Kleidungsstoff der bäuerlichen Bevölkerung Europas. 

Loden besitz hervorragende Eigenschaften, die wir uns zu Nutze machen.

Die Schurwolle für den Loden wird meist gewebt und dann gewalkt und entweder gepresst oder flauschig aufgebürstet. Diese aufwendige Verarbeitung macht den Loden nicht nur widerstandsfähiger und wärmender, sondern auch extrem wasserabweisend. Durch das Wollfett (Lanonlin), welches in den Fasern enthalten ist, wir das Gewebe noch zusätzlich dicht und außerordentlich wasserabweisend.

Aufgrund der Gewebestruktur des Loden findet ein regelmäßiger und kontrollierter Wärmeausgleich statt, es entsteht eine Mikroklimazone am Körper. Loden lässt die Kälte nicht durch, hält die Körperwärme zurück und garantier so außergewöhnlichen Tragekomfort.

Schurwolle nimmt die vom Körper kommende Feuchtigkeit auf und gibt sie an die Stoffoberfläche ab. Sie kann zudem bis zu 1/3 ihres eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.

Auf Grund der Warenstruktur und des Wolllanolins ist Schurwolle absolut schmutzunempfindlich. Dies bedeutet, dass Dreck und Schmutz im trockenen Zustand leicht vom Loden abgebürstet werden können.

Unser verwendeter Loden ist sehr dünn und auch ungefettet sehr dicht. Es ist ein gewebter Wollstoff, so dass alle unsere Abhaltewindeln und Wollüberhosen nicht dehnbar sind.

Der Loden wird regional in einem traditionsreichen Unternehmen hergestellt, ist frei von Pestiziden, nicht chemisch ausgerüstet und entspricht Ökotex Standard 100.

Leinen

Die Außenstoffe der Abhaltewindeln sind unter anderem aus gewebtem Leinen.
Abhaltewindeln werden über der Hose getragen und stellen dadurch ganz andere Herausforderungen an den Außenstoff, wie übliche Stoffwindelüberhosen.

Als Leinen bezeichnet man einerseits die Pflanze, den "Gemeinen Leinen", als auch die aus der Pflanzenfaser hergestellten Gewebe.

Leinen ist eines der ältesten verwendeten Textilien der Menschheit. Schon vor 7000 Jahren wurde Leinen zu Stoffen verarbeitet. Dies reichte von der römischen Antike bis ins europäische Mittelalter. In dieser Zeit wurden fast ausschließlich Wolle und Leinen zu Stoffen für Kleidung verarbeitet.

Wolle und Leinen bieten durch ihre Eigenschaften eine wunderbare Stoffkombination.

Leinen hat herausragende Eigenschaften und ist ein wunderbarer nachhaltiger Stoff mit langer Tradition.

Die Leinenfaser ist glatt und das Leinengewebe schließt wenig Luft ein, so ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien. Die Faser ist von Natur bakteriozid, fast antistatisch und schmutzabweisend.

Leinen nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus.

Gerade bei heißem Wetter empfiehlt es sich atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Stoffen zu tragen. Leinenstoffe haben aber noch eine weitere Eigenschaft, sie wirken kühlend. Mehrere in Zentralasien durchgeführten Studien haben ergeben, dass bei Menschen mit Leinenkleidung um 3-4° niedrigere Temperatur auf der Hautoberfläche gemessen wurde.

Dank seiner bakterienhemmenden und wasserbindenden Eigenschaft sorgt Leinen für niedrigere Feuchtigkeit, verhindert die Entwicklung von Bakterien und absorbiert Gerüche.

Die Leinenfaser ist sehr reißfest und extrem unelastisch. Die Reißfestigkeit macht das Leinen langlebig und robust. Der Leinen hat von Natur aus einen feinen Glanz und ist stabil mit etwas Stand. Somit wirken die Leinenwindeln und -hosen zu Beginn recht starr. Jedoch wird er mit der Zeit des Tragens und nach jedem Waschgang weicher.

Wollstrick

Unser hochwertiger Wollstrick wir in Italien aus wunderbar weicher mulesingfreier Merinowolle gefertigt.
Die mitteldicke Qualität macht ihn griffig und strapazierfähig. 
Der zu Beginn recht glatte Strick wird mit dem Waschen ganz weich und flauschig. Eine leichte Pillingbildung ist nicht von Nachteil und zeugt eher von der guten Wollqualität, da sie nicht durch chemische Prozesse von den feinen Härchen befreit wurde. Die Wollknötchen lassen sich einfach mit einem Wollrasierer oder  entfernen und kommen so meist nicht wieder. 
Regelmäßige Pflegekuren mit Lanolin erhalten die Wollkleidung geschmeidig und tragen zur selbstreinigenden Fähigkeit des Merinostricks bei. 
Wolle hat die Eigenschaft, dass sie oft nur ausgelüftet werden braucht, wenn sie leicht verschmutzt ist. Gerüche und Spuren von Urin werden beim Aufhängen über Nacht an der frischen Luft neutralisiert. 
Leichte Verunreinigungen können oft einfach ausgebürstet werden.
Dadurch, dass die Wollkleidung so selten gewaschen werden muss, ist sie nicht nur pflegeleicht sondern auch ökologisch nachhaltig.

Für die Bündchen der Wollhosen und Stulpen verwenden wir Rippbündchen aus reiner Schurwolle in Bioqualität mit einem kleinen Anteil an Elastan. Die Bündchen sind so formstabil und passgenau.